Unterkünfte für Allergiker

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Wie Sie als Vermieter einen sorgenfreien Urlaub garantieren

Juckende Haut, brennende Augen oder Probleme mit den Atemwegen – jeder Dritte leidet in Deutschland ganzjährig oder saisonal unter Allergien. Bei besonders starken Allergien wird der Urlaub schnell zum Horrortrip, da nützt dann auch die schönste Ferienunterkunft nichts mehr. Betroffene suchen daher gezielt nach allergikerfreundlichen Domizilen. Möchten Sie als Vermieter solch eine Unterkunft anbieten, gilt es wichtige Details zu beachten.

Bei einer Allergie reagiert das Immunsystem überempfindlich auf bestimmte körperfremde Substanzen der Umwelt. Zu den bedeutendsten Allergien gehören vor allem die drei Innenraumallergien Milben, Tierhaare und Schimmelpilze.

Tierhaare

Bieten Sie ein allergikerfreundliches Feriendomizil an, sollten Haustiere verboten sein. Gerade Hunde- oder Katzenhaare können für Allergiker zum Problem werden, denn gerade Haare von Kurzhaarhunden sind schwer aus Textilien zu saugen und auch bei einer gründlichen Reinigung können Tierhaare zurückbleiben.

Hausstaubmilben

Die 0,1 bis 0,5 mm großen Milben sind mit dem bloßen Auge nicht zu sehen. Diese setzen sich jedoch gerne in Textilien wie Teppich oder auch in der Bettwäsche fest. Das Allergen ist hier der Milbenkot, der nach dem Austrocknen in kleine Teile zerfällt und sich mit dem Hausstaub verbindet. Durch die Bewegung von Textilien wie Bettdecke, Matratze und Teppich wird dieser Staub aufgewirbelt und mit der Atemluft inhaliert.

Auch für Gäste mit Neurodermitis stellen Hausstaubmilben ein Risiko dar. Dadurch, dass die Talgdrüsen nicht genügend Fett produzieren, ist die natürliche Schutzfunktion gestört. Die Haut ist nicht mehr in der Lage Allergene abzuwehren. Das kann die Hauterscheinungen verschlimmern. Allergikerbetten (keine Federbetten) und milbendichte Bettbezüge schaffen Abhilfe. Die Reinigung der Böden sollte mit allergikerfreundlichen Staubsaugern erfolgen, die mit HEPA-13-Filtern ausgerüstet sind.

Schimmelpilze

Schimmelpilze wachsen dort, wo es feucht ist. Typische Quellen sind feuchte Mauern, feuchte Stellen hinter der Tapete. Klimaanlagen, Polstermöbel und das Badezimmer. Ist die Belüftung schlecht, z.B. in einem fensterlosen Badezimmer, können sich schnell Schimmelpilze bilden.

Es ist schwer, alle Risiken auszuschließen, weil es weit über 20.000 Allergene gibt. Grundsätzlich ist es sinnvoll bei einem allergikerfreundlichen Angebot auf vorwiegend biologisches Material zu setzen. Das gilt auch für Farbe. Verwenden Sie lieber Fliesen- oder Holzböden. Diese bieten weniger Lebensräume für Milben als Teppich.

 

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